"Missionarin", was soll das denn bedeuten? Sind das nicht die Leute, die irgendwelche vermeintlichen Wilden zwangstaufen? Gibt es das heute noch? Ist das überhaupt vertretbar? Das sind Fragen, die viele stellen, wenn sie von diesem Projekt hören. Doch das Missionsverständnis der Kirche hat sich inzwischen grundlegend gewandelt. "Glauben leben" heißt das Motto, und genau darum geht es bei dem Projekt "MissionarInnen auf Zeit" der Pallottinerinnen.
MaZ ist eine Möglichkeit für junge Frauen und Männer, für ein Jahr in einem Land der sogenannten Dritten Welt in einer Gemeinde mitzuleben, mitzubeten und mitzuarbeiten. Dabei sollen sie mit offenen Augen und Ohren am Leben, am Glauben und an der Arbeit der Menschen in den Einsatzländern teilnehmen und so Erfahrungen machen, die hier in Deutschland wieder eingebracht werden können. Das "Missionieren" besteht in der Weitergabe lebendigen Glaubens, am Einsatzort wie auch zu Hause, durch aktives Vorleben von Christi Botschaft.
Von September 2004 bis August 2005 war auch ich, Silke Hutt, in Kapstadt in Südafrika um dort in einem Hospiz für chronisch kranke Kinder in einem Armenviertel zu arbeiten. Zusammen mit einer weiteren deutschen Abiturientin, Angelika Appel, lebte ich in der dortigen Ordensgemeinschaft der Pallottinerinnen, betete und arbeitete mit den Schwestern und erfuhr das afrikanische Leben.
Dieses Jahr hat uns an Erfahrungen sehr bereichert, doch verdient haben wir nichts: Die Arbeit dort ist ehrenamtlich, wir erhielten freie Kost und Logis und ein geringes Taschengeld. Dennoch ist ein solcher Einsatz mit Kosten für uns und die Ordensgemeinschaft verbunden. Es finden fünf Vorbereitungskurse statt, man benötigt Impfungen, Versicherungen, Unterkunft, Verpflegung ... Einen Teil der Kosten, wie Impfkosten, Hin- und Rückreisekosten und einen Beitrag zu den Vorbereitungsseminaren tragen die MaZlerinnen selbst. Zur Deckung der direkten Kosten, die für den Einsatz aller Freiwilligen aufgebracht werden müssen, sind im Monat jedoch noch durchschnittlich 210,00 EUR erforderlich. Diese Summe müssen die MaZlerInnen durch einen Solidaritätskreis aufbringen.
Im Gegenzug erhalten alle, die dies wünschen, regelmäßige Rundbriefe von den MAZlerinnen. Wen es interessiert: Ich bin auch gern bereit, den Aufenthalt "farbiger" zu schildern anhand von Fotos – hier ein paar Kostproben!
